Geschichte

Geschichte

Gasthof Kreuz

Pionierleistung seit 1890

1890 ersteigerte der Frauenverein mit der Bürgschaft der Präsidentin Amélie Moser-Moser den ehrwürdigen, aber zerfallenen Gasthof. 1891 wurde das erste alkoholfreie Gemeindehaus der Schweiz eröffnet und die Erfolgsgeschichte «Kreuz-Buchsi» lanciert.

Das Kreuz wurde zu einer beispiellosen Pionierleistung der Buchsi-Frauen und entwickelte sich schnell zu einem sozialen und kulturellen Zentrum. 1957 begann erstmals eine schwierige Phase – bis 1976 Greti und Rolf Lehmann-Ingold aus Röthenbach bei Herzogenbuchsee die Leitung übernahmen. Der Pioniergeist war neu erwacht.

Ab Mitte der 80er Jahre wurden dringende und teure Unterhaltsarbeiten nötig. Dies und die anwachsenden Defizite der Gastwirtschaft führten 2004 schliesslich zum Verkauf der Liegenschaft an die Gemeinde. Der Frauenverein und die Stiftung Kreuz gaben grünes Licht.

Die Pionierarbeit geht weiter

Die vorläufige «Kreuz-Schliessung» im 2010 führte zu einer damals noch beispiellosen öffentlichen Solidarität der Bevölkerung mit dem Kreuz. Ein lebendiges Kreuz wurde gefordert. Die Gemeindeversammlung vom Dezember 2013 wies den Vorschlag des Gemeinderates zurück, das Haus für 8.15 Mio. Franken zu sanieren. Zu teuer, zu wenig Leben wurde argumentiert. Die Scherben brachten sprichwörtlich Glück.

In und ausserhalb des Kulturlokals altes schlachthaus entwickelte sich die Vision «Das Schlachthaus übernimmt das Kreuz». Das Projektteam Kreuz wurde gegründet, ein Konzept in Rekordzeit erarbeitet. Parallel dazu wurde die «Kreuz Herzogenbuchsee Holding AG» gegründet. Intensive Verhandlungen mit dem Gemeindepräsidenten und dem Gemeindeverwalter folgten.

Das Konzept stiess bei der Bevölkerung auf Begeisterung. Die von 404 Buchserinnen und Buchsern besuchte Gemeindeversammlung vom 17.6.2015 stimmte der Vorlage «Verkauf der Liegenschaft Kreuz im Baurecht» ohne Gegenstimme zu. Dank der Unterstützung von Gemeinde und Kanton, von regionalen Firmen, Stiftungen und privaten Darlehensgebern und den 571 Aktionären konnte ab September 2016 gebaut werden.

Nach einem Jahr intensiver Bauzeit wurde der Umbau vollendet. Das Projektteam und mit ihm die Bevölkerung haben das neue Kreuz am 1./2. September 2017 eröffnet. Erstmals in der Geschichte des Hauses ist der wunderschöne Dachstock für die Öffentlichkeit zugänglich. Dies dank der beispielhaften Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Bern.

Das Kreuz ist wieder Hotel, Konzertlokal, Restaurant, Bar, Treffpunkt für Jung und Alt, Festsaal, Kulturort. Mit der Musikschule, den zwei Kindergärten, der Mütter- und Väterberatung sowie zwei Co-Working Büros lebt das Kreuz als Generationenhaus im Herzen von Herzogenbuchsee neu auf.

Der neue Kulturverein KreuzKellerBühne führt die langbestehende Tradition (anfängliche «Obesitze» und über Jahrzehnte erfolgreiche Kreuzabende) weiter und baut sie aus. Der Kulturverein und das Projektteam hoffen, das Angebot werde überregional, ja sogar «schweizweit» ausstrahlen und auch in der Vernetzung von Kultur neue Akzente setzen.

Haben wir Interesse geweckt? Hier geht es zur ausführlichen Kreuz-Geschichte.


Übersicht Nutzungskonzept:


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